Überblick
KPV ist ein Tripeptid (Lysin-Prolin-Valin) und das C-terminale Fragment des Alpha-Melanozyten-stimulierenden Hormons (α-MSH). Es wird in der präklinischen Forschung wegen seiner beobachteten entzündungsmodulierenden Eigenschaften untersucht und ist deutlich kleiner und stabiler als das Ausgangshormon. KPV für die Forschung ist eine Research-Use-Only-Substanz und nicht für den menschlichen Verzehr zugelassen.
Wirkmechanismus
KPV wirkt präklinisch entzündungshemmend, ohne die klassische Pigmentierungswirkung von α-MSH zu entfalten. In Zellmodellen gelangt das Tripeptid über den Peptidtransporter PepT1 in Zellen und moduliert dort intrazellulär den NF-κB-Signalweg, wodurch die Bildung proinflammatorischer Zytokine reduziert wird. Diese direkte, rezeptorunabhängige Komponente unterscheidet KPV von größeren Melanocortin-Peptiden. In der Darmforschung wird es häufig zusammen mit BPC-157 für die Forschung betrachtet, etwa in kombinierten Ansätzen wie BPC-157 & KPV.
Forschungsgebiete
Der Schwerpunkt liegt auf den Bereichen Entzündungshemmung und Darm sowie Modellen zur Schleimhaut- und Gewebe-Regeneration. Präklinisch wird KPV in Zell- und Tiermodellen zu intestinaler Entzündung, Wundheilung und immunologischer Signalgebung eingesetzt. Als verwandter Eintrag ist VIP im Kontext der Entzündungsmodulation relevant.
Studien & Literatur
Die Evidenz zu KPV stammt aus In-vitro- und Tiermodellen, insbesondere zu intestinalen Entzündungsprozessen und der NF-κB-Modulation. Diese präklinischen Arbeiten liefern Hinweise auf entzündungshemmende Eigenschaften, sind aber nicht durch kontrollierte klinische Studien am Menschen bestätigt. KPV bleibt damit ein Forschungswerkzeug ohne zugelassenes Anwendungsgebiet; belastbare Aussagen für den Menschen lassen sich nicht ableiten.
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