Überblick
MGF (Mechano Growth Factor) ist eine Spleißvariante des Insulin-like Growth Factor 1 (IGF-1Ec), die in Muskelgewebe insbesondere nach mechanischer Belastung exprimiert wird. Durch sein charakteristisches E-Domänen-Peptid unterscheidet es sich funktionell vom systemischen IGF-1 und ist ein wichtiges Werkzeug in der Muskel- und Regenerationsforschung. MGF ist nicht für den menschlichen Verzehr zugelassen und ausschließlich Research Use Only.
Wirkmechanismus
MGF entsteht präklinisch durch alternatives Spleißen des IGF-1-Gens nach mechanischem Stress. Das für MGF spezifische E-Domänen-Peptid wirkt in Zellmodellen offenbar rezeptorvermittelt und unabhängig von der klassischen IGF-1-Rezeptorbindung: Es aktiviert Satellitenzellen des Muskels, fördert deren Proliferation und verzögert die Differenzierung, wodurch der Pool regenerationsfähiger Zellen vergrößert wird. Über nachgeschaltete Signalwege werden Prozesse der Zellmigration und -reparatur moduliert. Damit ergänzt MGF die Wirkmechanismen verwandter IGF-Varianten wie IGF-1 LR3 und IGF-1 DES.
Forschungsgebiete
Präklinisch wird MGF vor allem in den Bereichen Wachstumshormon und Recovery und Gewebe- und Verletzungsregeneration untersucht. Modelle betrachten Muskelreparatur nach Belastung, Satellitenzellaktivierung und lokale Regenerationsprozesse. Als kaufbare Referenz für recovery-orientierte Forschung dient etwa Ipamorelin für die Forschung.
Studien & Literatur
Die Erkenntnisse zu MGF stammen überwiegend aus Zellkultur- und Tiermodellen zur muskulären Reparatur und Satellitenzellbiologie. Diese präklinischen Arbeiten charakterisieren die Rolle der Spleißvariante in der Geweberegeneration, sind jedoch nicht durch kontrollierte klinische Studien am Menschen abgesichert. Die Aussagekraft bleibt auf den Forschungskontext beschränkt. MGF ist eine reine Forschungssubstanz ohne zugelassenes Anwendungsgebiet.
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